DIE LINKE. / BfBB - Fraktion im Rat der Stadt Bergisch Gladbach

Fr

13

Jan

2012

Teure und überflüssige Dichtheitsprüfung

Als “teuren und überflüssigen Umweltaktionismus” bezeichnet der Bundestagsabgeordnete Ralph Lenkert die umstrittene Verpflichtung zur Dichtheitsprüfung von Abwasseranschlussleitungen der Privathäuser im Landeswassergesetz Nordrhein -Westfalen. Der Obmann der Fraktion DIE LINKE im Umweltausschuss des Bundestages erklärt weiter:

“Wir haben bei den Universtäten und bei den Fachvereinigungen nachgefragt. Es gibt keinerlei wissenschaftliche Belege dafür, dass Verschmutzungen des Bodens oder Grundwassers durch private Abwasseranschlussleitungen verursacht werden. Auch die Bundesregierung kann keine Gutachten vorweisen, wie die jetzige Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag zeigt.

Tatsächlich haben Versuche an der Fachhochschule Münster ergeben, dass Abwasseraustritte selbst bei Rohrmuffen ohne Dichtungen auf Grund der Gefälle vernachlässigbar sind. Dabei wurde sogar die übliche Selbstdichtung aus den Abwasserinhaltsstoffen nicht mit berücksichtigt.

Jetzt sollen Millionen Hausbesitzer drei- bis vierstellige Beträge für eine fixe Idee aufwenden, ohne dass ein Nutzen für die Umwelt daraus entsteht.

Diese Erkenntnisse bestätigen, dass die mit den Stimmen der LINKEN im Umweltausschuss des NRW- Landtages im Dezember 2011 bereits beschlossene Forderung nach einer Aussetzung der Dichtheitsprüfungen richtig ist. Sie sind bis zur wissenschaftlichen Klärung ohne wenn und aber auszusetzen.

Auch die von NRW-Umweltminister Remmel eilig angekündigte Neufassung des Gesetzes muss sich daran messen lassen.“

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Di

27

Dez

2011

Pfändungsschutz ab dem 01.01.2012 nur noch mit P-Konto

Wer mit Kontopfändungen rechnen muss oder dessen Konto schon gepfändet ist, kann sein Guthaben ab dem 1. Januar 2012 nur noch mit einem Pfändungsschutz-Konto vor dem Zugriff der Gläubiger schützen. Betroffene sollten daher auf jeden Fall schnell handeln.

Ab 1. Januar 2012 bietet das normale Girokonto keinen Schutz vor einer Pfändung des Kontoguthabens. Der bisherige besondere Schutz für Kontoguthaben und auch der Verrechnungsschutz für Sozialleistungen und Kindergeld fallen weg, so dass selbst diese auf dem normalen Girokonto uneingeschränkt pfändbar sind.

Die Umwandlung in ein P-Konto erfolgt nicht automatisch. Betroffene müssen selbst aktiv werden und einen entsprechenden Antrag bei ihrem kontoführenden Kreditinstitut stellen. Auch wenn das Konto schon gepfändet ist, hat der Kontoinhaber das Recht auf Umwandlung in ein P-Konto.


Informationen gibt es unter: http://www.vz-nrw.de/UNIQ132394417215818/link951111A.html

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Mi

14

Dez

2011

Resolution des Rates der Stadt Bergisch Gladbach zur Unterstützung der Belegschaft und des Betriebsrates der M-Real Zanders GmbH

 

Im Papierwerk an der Gohrsmühle wird seit 1929 Papier produziert. Es gehört zu den traditionsreichsten Unternehmen unserer Stadt und ist die Wiege einer langen Papiertradition in der Strundestadt.

Der Rat der Stadt Bergisch Gladbach nimmt daher mit großem Bedauern die Pläne der Muttergesellschaft der Bergisch Gladbacher M-Real Zanders GmbH zur Kenntnis, über 300 Arbeitsplätze durch Aufgabe ganzer Produktionslinien, zu streichen. Dies wäre ein schlimmer Verlust für die Stadt Bergisch Gladbach und das Umland.

Gleichzeitig ist sich der Rat bewusst, dass sich durch massive Überproduktionen auf dem weltweiten Papiermarkt und der Veränderungen in der modernen (Büro-)Welt auch der Bedarf an Papieren verändert hat und diese Veränderung nicht am Tor des Bergisch Gladbacher Werks halt machen.

Wir unterstützen und befürworten daher, dass Bürgermeister Lutz Urbach alle Beteiligten zu einem "Runden Tisch" eingeladen hat. Dieser hat nach ersten Gesprächen bereits gezeigt, dass sich alle Beteiligten der Situation bewusst sind und ersthaft nach Lösungen suchen wollen. Dies unterstützen wir ausdrücklich.

Der Rat der Stadt Bergisch Gladbach steht an der Seite der Belegschaft und des Betriebsrates. Ziel muss es sein, möglichst viele Arbeitsplätze in Bergisch Gladbach zu erhalten.

Der Rat der Stadt Bergisch Gladbach appelliert an alle beteiligten Partner, sich der Verantwortung für die Belegschaft und deren Familien und für die Region bewusst zu sein und in diesem Sinne nach einer ausgewogenen Lösung zu suchen.

Der Rat der Stadt Bergisch Gladbach sagt nach seinen Möglichkeiten auch die Unterstützung für die Schaffung eines Papierparks zu, um weitere Unternehmen auf nicht mehr benötigten Flächen der M-Real Zanders GmbH anzusiedeln.

Der Rat der Stadt Bergisch Gladbach erklärt ferner seine grundsätzliche Bereitschaft, über aktive Bauleitplanung dann eine Neuordnung der eventuell für Betriebsabläufe entbehrlich werdenden Flächen vorzunehmen, wenn dies mit der Bestandsbebauung in Einklang zu bringen ist.

Beschluss des Rates der Stadt Bergisch Gladbach vom 13.12.2011
Ein Resolutionsvorschlag wurde von der Fraktion DIE LINKE./BfBB in den Stadtrat eingebracht. Ein Änderungsantrag der CDU-Fraktion wurde ohne Widerspruch und vollständig von DIE LINKE./BfBB übernommen und in der obigen Form einstimmig vom Stadtrat beschlossen.


 

 

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Mi

30

Nov

2011

DIE LINKE. und die BfBB fordern neuen Anlauf für einen Bürgerhaushalt Bergisch Gladbach.

photo: Bajstock.com

„Wir brauchen mehr Demokratie in dieser Stadt. Ein wichtiger Schritt dahin ist ein Bürgerhaushalt für Bergisch Gladbach.“, fordert Tomás M. Santillán, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE./BfBB im Stadtrat Bergisch Gladbach.“ Je nach Ausgestaltung können Bürgerinnen und Bürger Projekt- oder Budgetvorschläge machen. Die Bürgerbeteiligung könnte schriftlich und via Internetabstimmung erfolgen. Politik und Verwaltung sollten zukünftig nicht über, sondern mit den Bürgerinnen und Bürger entscheiden. Dass der Bürgerhaushalt sinnvoll ist und funktioniert, können wir z.B. Köln und Trier beobachten. Bergisch Gladbach hatte vor Jahren damit angefangen, doch leider sind diese zarten Ansätze mit dem Antritt von Lutz Urbach als Bürgermeister wieder untergegangen. Gerade in finanziell schlechten Zeiten sollten die Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidung über den städtischen Haushalt eingebunden werden.“ so Tomás M. Santillan.

DIE LINKE. und die BfBB im Stadtrat beantragen, dass Verwaltung und Stadtrat ein Konzept erarbeiten, um für den Haushaltsplan 2014 in einen Bürgerhaushalt einzusteigen. „Natürlich hätten wir uns das schon für den kommenden Doppelhaushalt 2012/2013 gewünscht, doch für einen Bürgerhaushalt braucht man Zeit und das muss man ordentlich vorbereiten. In 2008 hatte die Verwaltung zwei Großveranstaltungen für einen „Bürgerhaushalt“ gemacht, bei denen die Bürgerinnen und Bürger „Kürzungsvorschläge“ machen konnten. Doch so stellen wir uns einen Bürgerhaushalt nicht vor. Da muss man schon mehr tun als zwei Frontalveranstaltungen, bei denen nichts rauskommt und die Bürgerinnen und Bürger sich „veräppelt“ fühlen.“ meint Santillan.

Nach Vorstellung der LINKEN und der BfBB soll die Verwaltung bis Ende 2012 dem Stadtrat ein Konzept zur weiteren Diskussion vorlegen,  um dann 2013 mit einen neuen Einstieg in einen Bürgerhaushalt 2014 zu finden.

Der Antrag zum Bürgerhaushalt hier zum download.

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Di

15

Nov

2011

Bergisch Gladbach muss „Papierstadt“ bleiben! Zanders gehört zur Region!

Die Fraktion DIE LINKE./BfBB legt dem Rat der Stadt Bergisch Gladbach eine Vorschlag für eine gemeinsame Resolution für den Erhalt der Arbeistplätze bei Zanders vor:

Antrag an den Rat der Stadt Bergisch Gladbach. Der Rat möge beschliessen:


Resolution 
Bergisch Gladbach muss „Papierstadt“ bleiben!  Zanders gehört zur Region!

Die M-Real-Konzernführung will Teile der Produktion aus dem Papierwerk an der Gohrsmühle verlagern und am Standort Bergisch Gladbach Arbeitsplätze streichen. Es ist zu befürchten, dass 350 Kollegen und deren Familien direkt betroffen sind.    
Die Nachricht über die beabsichtigten Kündigungen der Beschäftigten macht uns sehr betroffen. Sie selbst sind für diese Situation nicht verantwortlich.  >> weiterlesen

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